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Schule ohne Rassismus

Liebe Interessierte,

schön, dass Sie sich ein wenig Zeit nehmen, um sich auf unserer Homepage über die Oberschule „An der Schanze“ zu informieren. Nachfolgend stellen wir Ihnen einen Teil unserer jährlichen Aktivitäten im Rahmen der Titelverteidigung für „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ vor, den wir seit 2019 inne haben. 

Der Höhepunkte unserer diesjährigen Aktionen waren die Nachdenktage im Mai, an denen auch unsere Paten Zeit fanden, mit uns auf ein weiteres erfolgreiches Jahr der Titelverteidigung zurückzublicken. Ebenso überzeugten sich Frau Bosse und Herr Dietrich als unsere langjährigen Partner von der RAA mit ihrem Besuch davon, dass wir auch im nächsten Schuljahr diesem Titel alle Ehre machen wollen.

I. Kadach
 

Berufschancen erkennen und ergreifen

Das Schuljahr 2021/2022 startete in der letzten Augustwoche mit einem großen Hingucker, der erneut zum wiederholten Male für große Augen in der Stadt Luckau sorgte. 
Ein riesiger Truck zierte wieder einmal unseren schuleigenen Parkplatz und lockte neugierige Blicke auf die Aufschrift:

 

Elektrotruck_1

Dank der Unterstützung und Begleitung durch die MEBerufeINFO und das Arbeitsamt durften die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 der Oberschule „An der Schanze“  sich über Ausbildungs- und Entwicklungschancen in der Metall- und Elektroindustrie informieren. 

In Zeiten des viel diskutierten Fachkräftemangel ist es uns als Schule besonders wichtig, den Blick dieser auf ihre Verantwortung für eine gelingende Zukunft zu richten. 

Unser schulisches Ausbildungsprofil als Oberschule bedeutet insbesondere, dass wir Fachkräfte in Nichtstudienberufen auf die berufliche Ausbildung vorbereiten. Da an unserer Oberschule auch viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund oder einem aktuellen Einbürgerungsstatus lernen, ist es uns ein besonderes Bedürfnis, allen gleichermaßen mögliche Lebens- und Arbeitsperspektiven in unserem Land aufzuzeigen.
Der Titel „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ bedeutet auch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Solche beruflichen Teilhabechancen aufzuzeigen, war ein Ansinnen.

Mit Stolz können wir sagen, dass die Schülerinnen und Schüler sehr eindrucksvoll vom Betreuerteam gecoacht wurden und mit der Erfahrung den Truck verließen, dass viele Tätigkeitsfelder in der Metall- und Elektroindustrie weniger mit dunklen Arbeitsanzügen als vielmehr mit logischem Wissen, mathematischem Grundverständnis und auch einer „Liebe“ zu Computern zu tun haben.

Ilona Kadach, verantwortliche Lehrerin
 

Regenbogentag_2

Regenbogentag- schon mal gehört?
Diese Frage stellten die Mitglieder der Schülerarbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ auf dem Schulhof. Die Reaktionen waren eher verhalten. Deshalb wurde kurzerhand diese Aktion geplant und durchgeführt, von der Frau Nieter, Lehrerin unserer Schule und Mitglied der Schülerarbeitsgruppe im Luckauer Stadtanzeiger im März 2022 berichtet:

 

Wie gut es tut, wenn man helfen kann

 

Hätte man mir gesagt, als buntes Feuerwerk am 31.12.2021 den Himmel erleuchtete, um das neue Jahr 2022 einzuläuten, dass wir nur knapp 2 Monate später Krieg in Europa haben, hätte ich das für einen unangebrachten Scherz gehalten.

 

Die Realität ist leider eine andere.

Seit dem 24.02.2022 ist dieser Krieg entsetzliche Gewissheit.

 

Natürlich war es uns als Schule ein Bedürfnis, dem Spendenaufruf des Bürgermeisters unserer Stadt, Herrn Lehmann, zu folgen.

Ukrainehilfe_3.1

Unsere Schulleiterin, Frau Nauert, hat Ihrem Dank folgendermaßen Ausdruck verliehen:

Auch wenn wir immer noch ungläubig gen Osten schauen und immer noch hoffen, dass die Diplomatie Wege finden wird, um dieses Grauen zu beenden, so haben viele Gespräche im Rahmen des Unterrichtes gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler der Oberschule „An der Schanze“ an sich erfahren haben, dass „ins Handeln kommen“ befreiend sein kann. Auch wurde das Verständnis von uns allen für unsere kriegsgeflüchteten Schülerinnen und Schüler aus Syrien und Afghanistan geschärft, weil diese zum Teil sehr emotional von ihren eigenen Fluchterlebnissen erzählten.

Es bleibt die Hoffnung, dass das Gute im Menschen schnellstmöglich wieder die Oberhand gewinnt, aber in jedem Falle die Gewissheit, dass wir auch weiterhin helfen werden.

 

Ilona Kadach, verantwortliche Lehrerin

Nachdenktage an der Oberschule „An der Schanze“

 

Zwei Jahre liegen hinter uns, in denen wir als Oberschule „An der Schanze“ nur eingeschränkt miteinander interagieren konnten. Zeit, das zu ändern.

Deshalb gestalteten wir die Woche vom 23.-25.2022 anders als gewöhnlich. Wir wollten ein Zeichen für Toleranz, soziales Engagement und offenes Miteinander setzen.

 

Der 23.05.2022 stand im Zeichen des sozialen Engagements. Unter der Schirmherrschaft von „Schüler helfen leben“ tauschten die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag die Schulbank gegen vielfältige Begegnungsorte der Arbeit. Wir können verkünden, dass diese an ihrem „Sozialen Tag“ eine Summe von ca. 4300 Euro erarbeiteten, die gemeinnützigen Projekten zugute kommen. Darauf sind wir echt stolz.

 

Am 24.und 25.05.2022 fand Unterricht in anderer Form statt. Mit Hilfe von zahlreichen Unterstützern hatten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit, sich mit dem Thema Diskriminierung und Rassismus auseinanderzusetzen.

Wir näherten uns dem Thema aus historischer und sprachlicher Sicht. Ebenso wurde künstlerisch in einer Bildercollage die Gedankenwelt der Schülerinnen und Schüler festgehalten. Sportlich mussten die Schüler sich mit dem Thema Behinderungen und Altwerden vertraut machen, wobei sie sehr schnell merkten: Altwerden ist nichts für Feiglinge.

 

Zahlreiche gemeinnützige Vereine und Sozialarbeiter der Umgebung informierten die Schülerschaft darüber, wie soziales Engagement auch über die Schulgrenzen hinaus gehen kann.

Stellvertretend für die vielen Unterstützer sollen an dieser Stelle genannt werden:

Die Landesforst Rochauer Heide in persona Herrn Kopsch, der mit den Schülerinnen und Schülern Holzbänke baute, sowie unzählige Eltern, die die Schüler- und Lehrerschaft an diesem Tage unterstützte. Ebenso sind wir Privatunternehmen und dem Förderverein der Oberschule „An der Schule“ wegen der finanziellen Unterstützung zu großem Dank verpflichtet.

 

Etwas, worauf wir besonders stolz sind, ist der Rapp- Workshop mit Matondo.

 

Bild freigegeben von Matondo

Nachdenktag_4

Es waren 2 gelungene Tage, die -und das darf nicht unerwähnt bleiben- ohne die großartige Unterstützung der vielen Eltern und Vereine nicht möglich gewesen wären.

 

 

Ilona Kadach